Papeln: Was kann man gegen diese tun?

Papeln: Was kann man gegen diese tun?

Papeln können am ganzen Körper entstehen und verschiedene Ursachen haben. Es gibt infektiöse Hautbläschen, beispielsweise bei einer Infektion mit Herpes Zoster. Und es gibt Papeln, die nicht ansteckend aber dennoch behandlungsbedürftig sind.

Ursachenforschung im Fokus – Papeln sind keine eigenständige Erkrankung

Auf der Haut bilden sich kleine Knötchen, die sich binnen weniger Tage mit Wundflüssigkeit füllen. Die Hautveränderung beginnt zu jucken und breitet sich immer weiter aus. Papeln sind nur ein Symptom und keine Erkrankung im eigentlichen Sinne. Doch bilden sich die störenden und juckenden Bläschen, sollte man die medizinische Diagnose nicht auf die lange Bank schieben. Papeln können im Einzelfall, beispielsweise als Symptom einer Pilzinfektion, bei Windpocken und bei Gürtelrose hochansteckend sein.

Sie können aber ebenso in Folge einer Dermatitis oder einer Schuppenflechte auftreten. Da eine Sichtdiagnose keinen Hinweis auf die Ursache gibt, muss die Grunderkrankung diagnostiziert und ein infektiöser Verlauf ausgeschlossen werden. Die Problemstellung bei Papeln besteht darin, dass sie nicht zeitgleich mit der Erkrankung auftreten und dass das Risiko besteht, dass sich die Ursache der Hautveränderung schon im fortgeschrittenen Stadium befindet.

Vorbeugung und Behandlung, was hilft wirklich?

Welche Behandlung hilft, hängt grundsätzlich von der Ursache ab. Im Falle “harmloser” und nicht ansteckender Papeln reicht es oft aus, sich viel an der frischen Luft zu bewegen und die betroffenen Hautstellen nicht aufzukratzen. Um eine Grunderkrankung auszuschließen oder sie diagnostizieren zu können, führt der Dermatologe verschiedene Untersuchungen durch. Dazu gehören ein Blutbild und eine Hautprobe, die im Labor untersucht wird. Handelt es sich um Papeln durch Hautpilz, wird mit einem Antimykotikum behandelt. Leidet der Betroffene unter einer Gürtelrose, ist eine Frühbehandlung mit Antibiotika erfolgversprechend. Bis zur Klärung der Ursache und der Kenntnis, ob es sich um eine ansteckende oder um eine harmlose Veränderung der Haut handelt, sollte man die Bläschen nicht berühren.

Infektiöse Papeln werden durch Schmierinfektionen auf der eigenen Haut verteilt und auf andere Menschen übertragen. Mit einer gesunden Ernährung und milder Hautpflege kann man Papeln vorbeugen. Hat man sich durch eine Schmierinfektion mit übertragbaren Papeln angesteckt, hilft allerdings auch eine ausgewogene Ernährung nicht. In diesem Fall ist eine schulmedizinische Behandlung notwendig.

Warum Papeln nicht ausgedrückt werden sollten

Pickel, Mitesser und kleine Pusteln verleiten zum Ausdrücken. Gibt man diesem Drang nach, können Keime und Bakterien in die geöffnete Haut eindringen und zu einer großflächigen Entzündung führen. Während sich der ausgedrückte Eiterherd bei Akne “nur” erneut füllt und größer wird, könnte die gleiche Handlung bei einem infektiösen Bläschen zur großflächigen Ausbreitung der Papeln führen. Das Richtige tut man mit einem Besuch beim Hautarzt. Sind die Papeln harmlos, gibt der Dermatologe Tipps für die Hautpflege und rät dazu, am besten gar nichts zu tun. Die Heilung erfolgt in diesem Fall von selbst. Treten Papeln in Folge einer Erkrankung auf, klingen die Bläschen durch die eingeleitete Behandlung ab.

Fazit:

Papeln gehören zu den nicht auf die leichte Schulter zu nehmenden Hautveränderungen. In den meisten Fällen ist die Ursache harmlos. Doch auch Herpes Zoster oder eine Pilzinfektion der Haut können zur Blasen- und Knotenbildung führen. Eine sichere Diagnose und damit die Grundlage einer Behandlung stellt der Dermatologe durch unterschiedliche Untersuchungen der Haut und der Blutwerte.