Passende Sonnenbrillen für jedes Familienmitglied

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Frische Luft und Bewegung sind zwei wichtige Aspekte für Kinder und Jugendliche. Experten empfehlen, dass der Nachwuchs am besten jeden Tag ein bis zwei Stunden Gelegenheit hat, sich im Freien auszutoben. Doch auch für Erwachsene gelten ähnliche Empfehlungen: Als Ausgleich zum Alltag, zur Verbesserung der Fitness und als Prophylaxe gegen viele Zivilisationskrankheiten sollte jeder 150 Minuten Sport in den Alltag integrieren. Doch egal ob Kleinkind oder Rentner, wichtig ist dabei auf den Schutz für die Augen zu achten. UV-Strahlen können nämlich das Sehorgan massiv schädigen und somit die Freude am Aufenthalt im Freien trüben.

Welche gesundheitlichen Risiken gehen von Sonnenstrahlen aus?

Wer sich ohne Sonnenbrille in der direkten UVA- und UVB Strahlung aussetzt, riskiert massive Gesundheitsprobleme. Hier einige der schwerwiegenden Folgen kurz zusammengefasst:

  • Schon bei einem kurzen Aufenthalt in der Sonne spüren manche, wie die Augen zu tränen beginnen. Ein natürlicher Schutzmechanismus des Auges setzt ein, um eine Austrocknung zu verhindern
  • Oft machen sich auch juckende Augen bemerkbar, das kann ein Anzeichen einer bevorstehenden Entzündung sein, die durch die Sonneneinstrahlung begünstigt wird. Sie tritt an der Binde- oder Hornhaut auf
  • Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Schädigung der Netzhaut: Da das Auge das Licht bündelt, wirkt der Sonnenstrahl wie ein Brennglas. Durch die starke Wärmeeinwirkung kann es zu einer kleinen „Brandwunde“ auf der Netzhaut kommen. Heilt diese ab, bildet sich eine Narbe. Liegt diese im Zentrum des Sehens, kann die Sehkraft dauerhaft beeinträchtigt sein
  • Eine weitere Gefahr ist die Schneeblindheit: Durch die massive UV-Strahlung wird die Hornhaut des Auges gereizt und die Oberfläche unter Umständen verbrannt. Die Auswirkungen machen sich oft erst sechs bis acht Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne bemerkbar. Starke Schmerzen und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit sind die Folge. Außerdem schwellen bei Betroffenen die Lider an.

Die richtige Sonnenbrille für Kinder wählen

Sonnenbrillen für die Familie müssen verschiedene Anforderungen erfüllen. Die Jüngsten greifen oft zu bunten Modellen mit lustigen Motiven, die jedoch nicht immer die höchsten Sicherheitsaspekte erfüllen. Diese jedoch sind Voraussetzung dafür, dass die empfindliche Linse und die Netzhaut der Kleinsten beim Aufenthalt in der Sonne nicht geschädigt werden. Generell sollten Kinder weitgehend im Schatten bleiben, da die Haut von Babys und Kleinkindern noch dünn ist. Der Eigenschutz der Haut gegenüber UV-Strahlen baut sich erst im Laufe der ersten Lebensjahre auf. Doch auch später macht sich jeder Sonnenbrand und jede durch direkte Sonneneinstrahlung auf die Augen negativ bemerkbar. Bis zum Alter von drei Jahren sollte der Nachwuchs nach Möglichkeit im Schatten spielen.

Zwar achten viele Eltern darauf, dass Kinder draußen bei Sonne eine Kopfbedeckung tragen, sie ist jedoch für den Schutz der Augen nicht ausreichend. Darüber hinaus verrutschen Kappe oder Sonnenhut beim Toben im Freien und stören bei aktivem Spiel. Bei der Wahl einer Kindersonnenbrille hat Qualität oberste Priorität. Da sich Kinder in der Regel spontan bewegen und es dabei manchmal ziemlich wild zugehet, ist bruchsicheres Glas eines der wichtigen Merkmale einer Sonnenbrille für den Nachwuchs. Sie sind meist aus Kunststoff gefertigt, das auch bei Stürzen nicht kaputt geht. Auch auf den Rahmen sollten Eltern beim Kauf achten. Er darf keine Ecken oder scharfen Kanten aufweisen, die ein Verletzungsrisiko darstellen.

Weitere Tipps für Sonnenbrillen für die Familie

Egal in welchem Alter, das Tragen einer Sonnenbrille sollte für die ganze Familie selbstverständlich sein. Am besten gehen Eltern mit gutem Beispiel voran und setzen ihre Sonnenbrille jedes Mal bei Sonnenschein auf. Denn immerhin orientieren sich gerade jüngere Kinder an Mama und Papa. Außerdem ist wichtig, die Sonnenbrille dem Kind nicht als notwendiges Übel, sondern als schickes Accessoire näher zu bringen. Genauso wie das Eincremen mit Sonnenschutz und das tägliche Zähneputzen wird das Aufsetzten der Sonnenbrille zum selbstverständlichen Ritual.

Keinesfalls sollten Kinder die Sonnenbrille als Spielzeug betrachten. Am besten nimmt man den Nachwuchs zum Kauf mit. Viele Erwachsene wissen aus eigener Erfahrung wie unangenehm es ist, wenn eine Brille auf der Nase oder hinter den Ohren drückt. Die richtige Passform kann man nur feststellen, wenn das Kind selbst die Sonnenbrille aufsetzt. Zu beachten ist außerdem, dass die Sonnenstrahlen nicht nur frontal auf die Augen eintreffen. Ein Teil davon kommt von der Seite. Damit für das Sehorgan umfassender Schutz besteht, sollten die Gläser ausreichend groß sein und am besten über die Augenbrauen und auch seitlich Schutz bieten.

Hochwertige Sonnenbrillen absorbieren das Licht zu 70 bis 80 Prozent. Sie haben meistens das Siegel UV-400 aufgedruckt. Darunter versteht man, dass die Modelle Strahlung von 400 Nanometern abblocken. Alle Sonnenbrillen, die in Deutschland verkauft werden dürfen, müssen das CE Siegel tragen. Es sagt aus, dass die Modelle den Richtlinien der EU entsprechen und einen UV-Schutz von bis 380 Nanometern aufweisen. Sollte das Kind an einer Sehschwäche leiden, lohnt sich die Investition in eine optische Sonnenbrille. Es gibt sie sowohl für Kurz- als auch für Weitsichtige. Da sich die Dioptrienzahl gerade bei Kindern oft schnell ändern, sollte sie jedes Jahr vom Optiker oder Augenarzt kontrolliert werden.

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