Was ist bei Geburtskarten zu beachten?

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Der Nachwuchs ist da! Nachdem der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt hat, schwebt die ganze Familie im Glücksrausch. Während Mama, Papa und mögliche Geschwisterkinder noch über das Wunder des Lebens staunen, wollen Angehörige und Freunde informiert werden. Den nächsten Familienmitgliedern wird die frohe Botschaft meist telefonisch überbracht. Auch WhatsApp und Co. sind wunderbare Glücksboten. Richtig stilvoll wird die Ankündigung des Babys allerdings erst mit hochwertigen Geburtskarten. Doch wie gelingen diese perfekt?

Die Optik der Geburtskarte zählt

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Das gilt auch für die Geburtskarte. Deshalb ist bei der Design-Auswahl sorgfältig vorzugehen.

Farbauswahl bei Babykarten

Das Grafiker-Team von meine-kartenmanufaktur.de teilt hilfreiche Einblicke. So wird bei Geburtskarten mittlerweile häufig nicht mehr auf die klassischen Geschlechterfarben zurückgegriffen. Wo einst strickt Rosarot für Mädchen und Hellblau für Jungen verwendet wurde, steht jetzt ein großes Farbspektrum zur Auswahl. Noch scheinen sich die meisten Eltern nicht zu trauen, rosarot für männlichen und hellblau für weiblichen Nachwuchs zu verwenden, aber ansonsten wird auf alle möglichen Farbtöne zurückgegriffen. Selbst ein schwarzer Hintergrund ist akzeptabel.

Anlass direkt ersichtlich

Auch wenn die Lieblingsfarbe der frisch gebackenen Eltern ein elegantes Schwarz ist, sollte die Gesamtkomposition der Karte auf ein Baby abgestimmt sein. Die Empfänger erkennen optimalerweise sofort beim Öffnen des Kuverts, mit welchem Anlass die Karte zusammenhängt. Damit das funktioniert, gibt es einige Tricks:

  • Ein Bild des Babys auf der Vorderseite der Karte,
  • Überschriften wie „Hurra, unser Baby ist da“,
  • Niedliche Babymotive

Die meisten Eltern verwenden tatsächlich einen der ersten Schnappschüsse des Babys, um die Geburtskarte zu verzieren. Manche Geburtskliniken bieten in diesem Zusammenhang den Service eines Fotografenbesuchs an. Professionelle Bilder eignen sich auf jeden Fall für die frohe Nachricht. Aber auch ein erstes vermeintliches Lächeln, das mit dem Handy abgelichtet wurde, macht sich hervorragend auf Babykarten. Ebenfalls beeindruckend ist ein Vorher-Nachher-Effekt. Dafür wird einfach ein Bild vom Schwangerschaftsshooting sowie eines des frisch geschlüpften Säuglings abgelichtet.

Details aufeinander abstimmen

Damit ein perfekter erster Eindruck gelingt, sind Fotos, Motive und Hintergrundgestaltung aufeinander abzustimmen. Idealerweise wiederholen sich bestimmte Farbtöne auf der Karte. Trägt das Baby auf dem Bild einen hellgrünen Strampler mit lilafarbenen Bären, kann das Outfit eine super Vorlage sein. Der Hintergrund der Karte wird im gleichen Hellgrün gehalten. Über dem Schriftstück dürfen sich lilafarbene Teddybären verteilen. Dadurch fügen sich Karte und Foto perfekt zusammen.

Formatvielfalt und Auswahlkriterien

Eltern haben nicht nur eine gigantische Auswahl bei Farben und Symbolen für die Geburtskarte, sondern auch bei Format und Material. Ob Postkarte oder Klappkarten mit 2, 3 oder 4 Falzen – jede Karte hat ihre Vor- und Nachteile. Manchmal passt mehr, manchmal weniger Text auf das Modell. Je mehr Seiten die Karte besitzen, desto übersichtlicher lässt sich der Inhalt platzieren. Allerdings will dann auch jeder Teil mit Text oder Dekoration gefüllt werden.

Bei ungewöhnlichen Kartenformen entsteht die Herausforderung, ein passendes Kuvert zu finden. Muss auf einen größeren Umschlag zurückgegriffen werden, wird das Porto teurer. Je mehr Geburtskarten verschickt werden, desto höher die Kosten. Gibt das Budget keinen großen Spielraum her, ist wahrscheinlich das Postkartenformat die beste Wahl. Der Portoberater auf deutschepost.de gibt genaue Auskunft über die Preisgestaltung.

Papiersorten: Die Materialwahl

Laut Wikipedia.org existieren rund 3.000 Papiersorten. Nicht alle eignen sich als Kartenmaterial. Wichtig ist, dass das passende Gewicht in g/m² ausgesucht wird. Je schwerer das Papier, desto dicker.

Für Geburtskarten gilt die Regel, eine Sorte zu wählen, die schwer genug für Verzierungen aber dünn genug zum Falten ist. Leichtere Papiersorten sind im Versand günstiger. Ist das Papier aber zu leicht, dann steht es nicht aufrecht. Hier ein kurzer Überblick:

  • 150 – 200 g/m²: Es handelt sich bei dieser Grammatur bereits um Karton. Allerdings ist dieser so leicht, dass er bei zu vielen Verzierungen umknicken wird. Falls eine Karte mit Einlegeblatt in Erwägung gezogen wird, kann Papier dieser Grammatur das Innenleben der Basiskarte darstellen.
  • 200 – 250 g/m²: Die Bandbreite bietet stabilere Papiersorten. Einige Kunstdruckpapiere und Feinstpapiere liegen in diesem Gewichtsspektrum. Mit Material dieser Stärke werden filigrane Geburtskarten oder eine zweite bzw. dritte Kartenebene gestaltet.
  • 250 – 300 g/m²: Die meisten Geburtskarten nutzen Papier dieser Grammaturen. Selbst wenn ein Bild des Babys aufgeklebt wird, hält das Material stand. Es ist zwar robust, sieht aber dennoch hochwertig aus.

Der Inhalt muss stimmen

Nachdem nun viel Energie in das Design gesteckt wurde, darf der Text nicht versagen. Es ist wichtig, dass der Inhalt aussagekräftig ist. Welche Informationen wollen Eltern mit den Geburtskarten transportieren?

  1. Die Geburt des Babys
  2. Name und Geschlecht des neuen Erdenbürgers
  3. Geburtsdatum, -uhrzeit und -ort
  4. Vor- und Nachnamen der Eltern

Vielleicht sollen auch noch weitere Details beispielsweise zum Gesundheitszustand von Mutter und Kind preisgegeben werden. Gerade wenn die Entbindung selbst erwähnt werden soll, ist auf empfindliche Empfänger zu achten. Allzu tiefe Einsichten in den Geburtsablauf geben die Eltern besser im persönlichen Gespräch und auf Nachfrage.

Vielen Mamas und Papas fällt eine schöne Formulierung der Babykarten schwer. Hier gibt es jede Menge Vorlagen im Internet. Entzückende Gedichte können genauso verwendet werden wie ein lustiger Spruch. Hier zwei Beispiele, wie unterschiedlich die Texte der Geburtskarten ausfallen können:

  • „Längst in unser Herz, jetzt auch in unsere Arme geschlossen haben wir unseren Sohn/unsere Tochter [Name]. Er/Sie wurde am … um … Uhr mit … Gramm und … cm geboren. Wir sind unsagbar glücklich!“
  • „Sie/Er ist arbeitslos, zahlt keine Miete, verschmutzt haufenweise Wäsche, hält wenig von Hygiene, brüllt permanent nach Essen, bringt uns um unsere wohlverdiente Nachtruhe und hält sich absolut nicht an die Hausordnung. Aber wir wollten es ja nicht anders! [Name] ist da. Er/Sie erblickte am … um … Uhr das Licht der Welt. Wir sind hundemüde, aber überglücklich.“

Die meisten Geburtskarten ziert zusätzlich noch ein schöner Spruch. Meistens wird er auf der Vorderseite abgedruckt. Es gibt massenweise Internetseiten mit Sprüchen zur Geburt. Sie liefern für jedes stolze Elternpaar den richtigen Input.

Bei der Auswahl hören Eltern am besten auf den eigenen Geschmack. Was sie zum Lachen bringt oder für Gänsehautschauer sorgt, das passt garantiert.

Empfängerlist anlegen

Die Geburtskarten wollen zu den richtigen Empfängern. Wer überhaupt ein Exemplar bekommt, hängt von den Eltern ab. Manche führen akribisch Buch, die anderen senden wild nach Gefühl. Die optimale Version liegt wohl irgendwo dazwischen. Sinnvoll ist es, bereits während der Schwangerschaft eine Liste anzulegen. Darauf werden alle potenziellen Kartenempfänger inklusive Adresse notiert. Meistens landen folgende Menschen/Institutionen auf der Liste:

  • Familienmitglieder (Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten und Onkeln, Cousins und Cousinen),
  • Freunde / ehemalige Studien- oder Ausbildungskollegen,
  • Eltern von Freunden der Geschwisterkinder,
  • Kinderkrippe der Geschwisterkinder,
  • Arbeitsstelle,
  • Nachbarn,
  • Vereinskameraden,
  • Gynäkologenteam,
  • Vorbereitungskurs

Am besten werden auch noch einmal alle sozialen Medien nach Menschen durchsucht, die eine Geburtskarte verdient haben. Es kommt vor, dass auch nach der Entbindung noch spontan Leute auf der Empfängerliste landen. Deshalb ist es besser, ein paar zusätzliche Exemplare zu drucken.

Um Geld zu sparen, müssen nicht alle Karten mit der Post verschickt werden. Bei Nachbarn und Personen, die sowieso regelmäßig getroffen werden, überreicht man die Exemplare einfach persönlich.