Wie das Klima die Schlafqualität und Kosten im Haus beeinflussen kann

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Das Klima entscheidet immer über uns Wohlbefinden. Ist es zu kalt oder zu warm, möchte man das automatisch ändern. Während dem Schlafen kann der Körper allerdings nicht reagieren, deshalb ist es wichtig, das Schlafzimmer schon vorab entsprechend vorzubereiten. Was nicht mit richtigem Lüften gelingt, kann durch elektronische Hilfsmittel unterstützt werden.

Faktoren eines guten Schlafes

Um möglichst gut schlafen zu können, muss nicht nur die Auswahl der Schlafutensilien, sondern auch das natürliche Umfeld stimmen. Beim Einrichten des Schlafzimmers liegt das besondere Augenmerk immer auf dem Bett, zugehöriger Matratze, sowie der Dichte von Kissen und Decke. Experten weisen darauf hin, dass sowohl die Matratze, als auch das Kopfkissen an die bevorzugte Schlafhaltung angepasst sein sollten. So darf die Kopfauflage beispielsweise nie zu hart sein, damit sie sich an die Form des Kopfes anpassen kann.

Auch die Matratze sollte nicht zu hart oder zu weich sein. Ist der Härtegrad zu hoch, wird es schnell unbequem und stört den Schlaf. Wenn sie dagegen zu weich ist, kann das zu Rückenschmerzen führen, da die Wirbelsäule ständig durchgebogen ist. Besonders beim Bettenkauf für Jugendliche und Kinder müssen diese Faktoren bedacht werden. Es gilt, durch Testen das persönliche ideale Mittelmaß zu finden. Die meisten Händler gestatten außerdem ein Rückgaberecht, sodass die Matratze auch über einen längeren Zeitraum getestet werden kann.

Zu den einflussnehmenden Faktoren zählen außerdem die Geräuschkulisse, das Lichtverhältnis und das Klima. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, sämtliche Geräusche und Lichtquellen aus dem Raum auszuschließen. Während der Körper auf bekannte Geräusche nicht mehr reagiert, können schon sehr leise, aber ungewohnte Geräusche den Schlaf stören. 

Auch ist die richtige Raumtemperatur nicht zu unterschätzen. Im Schlafzimmer sollte der Idealwert von 16 bis 18 Grad stets eingehalten werden, um den Körper auch während des Schlafens zu unterstützen. Denn im Schlaf kommen wir zu Ruhe und die Körpertemperatur senkt sich automatisch herab. In dieser Phase spricht man von der Regeneration. Einzelne Zellen werden erneuert, das Immunsystem stellt sich neu auf und das Gehirn verarbeitet das Geschehene. Während dieses Vorgangs sollte der Kopf immer in angenehmer Kühle ruhen können.

Maßnahmen für gutes Klima

Die simpelste Methode zur Klimaverbesserung im Haus, sowohl im Winter, als auch im Sommer, ist das Lüften. Gerade im Winter ist die Luft draußen kalt und trocken, das ist zwar beim Öffnen des Fensters nicht angenehm, aber überaus hilfreich. Wird durchgängig nur geheizt, ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, die Scheiben beschlagen und Schimmel sammelt sich an. Aus diesen Gründen sollte man in den kalten Jahreszeiten vier bis fünfmal alle Fenster öffnen und maximal zehn Minuten lüften. 

Im Sommer dagegen ist die Luft tagsüber oft selbst aufgeheizt und ein Lüften würde nicht immer das gewünschte Ergebnis bringen. In den wärmeren Monaten wird daher empfohlen, gleich früh morgens oder spät abends zu lüften. Zu diesen Tageszeiten ist die Temperatur noch niedrig und die Luft somit auch kühler. 

Hat man jedoch länger mit starker Hitze zu kämpfen, bietet sich der Kauf eines Ventilators oder einer Klimaanlage an. Während Ersteres zwar günstiger und energiesparender ist, kann er nur das Gefühl einer Abkühlung schenken, nicht jedoch die Temperatur beeinflussen. Ein Ventilator wirbelt lediglich die Luft auf, sodass durch den Luftzug die vom Schweiß erwärmte Luft an der Haut ausgetauscht wird und es sich für einen Moment kühler anfühlt. 

Eine Klimaanlage dagegen ist eine größere, aber auch effizientere Investition. Sie sorgt nicht nur für die gewünschte Raumtemperatur, sondern kann auch das Raumklima verbessern. Es gibt verschiedene Modelle und eine große Preisspanne bei Klimaanlagen. So findet man fest installierte und mobile Anlagen. Bei fest installierten Modellen wiederum unterscheidet man zwischen zentralen und dezentralen Klimaanlagen. Wie der Name schon verrät, ist bei der zentralen Anlage ein einziges Zu- und Abluftgerät für die Koordinierung des Klimas zuständig. Bei einer dezentralen Anlage dagegen befindet sich ein Teil im Inneren und ein Teil am Äußeren des Gebäudes. Sie werden deshalb auch Splitgeräte genannt.

Besonders beliebt sind jedoch meist mobile Klimaanlagen. Diese sind im Normalfall preisgünstiger und bringen weniger Montageaufwand mit sich. Hier wiederum kann man sich dann zwischen einem Modell mit oder ohne Abluftschlauch entscheiden. Die Energieeffizienz einer Klimaanlage ohne Abluftschlauch ist dabei oft ausschlaggebend. Dadurch, dass die Abluft nicht durch eine Öffnung nach draußen befördert werden muss, bleibt der Raum geschlossen. Das ist energetischer und auch das Ergebnis verbessert sich.

Der Kostenfaktor ist entscheidend

Bei allen Möglichkeiten spielt natürlich immer der Preis eine große Rolle. Nicht nur die Anschaffung sollte im Rahmen bleiben, sondern das Gerät sollte auch eine lange Lebensdauer und möglichst niedrige Nebenkosten mit sich bringen. 

Sollte man vor dieser Entscheidung stehen, müssen daher alle Kostenfaktoren betrachtet werden. Im Vergleich ist beispielsweise die mobile Klimaanlage mit bis zu 800 Euro günstiger, als die festinstallierte Konkurrenz, die bis zu 2.500 Euro kosten kann. Allerdings liegen die laufenden Kosten dagegen bei Letzterem mit ungefähr 17 Cent pro Stunde um 7 Cent unter denen der mobilen Geräte. 

Klimaanlagen gelten allgemein als Stromfresser und umweltschädlich. Tatsächlich benötigen sie sehr viel Energie und beeinflussen dabei auch den Ausstoß von Treibhausgasen. Aus diesem Grund raten viele Umweltschützer zu umweltfreundlicheren Methoden wie beispielsweise die Nutzung des kühlen Grundwassers mittels eines Wärmetauschers.

Zu den neueren Erfindungen zählt auch die sogenannte Mistbox. Das ist ein kleines Gerät, das am äußeren Teil einer Splitanlage angebracht wird. Es unterstützt die Kühlung der eingesogenen Luft mittels feinstem Nebels. Der Hersteller verspricht hier eine Einsparung von 30 Prozent. Hat man also bereits eine installierte Klimaanlage, ist dies eine willkommene Lösung, um sowohl das Raumklima im Haus anzupassen, als auch den Umweltgedanken nicht völlig außer Acht zu lassen.