Schreibabys – Ursachen und Hilfen für gestresste Eltern

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Wenn ein Kind zur Welt kommt, dann ändert sich auf einen Schlag das Leben der Eltern. Die Familie wird größer und man lernt nicht nur das Baby, sondern auch sich selbst neu kennen. Ist man eine ruhige Person oder verzweifelt man schnell an der neuen unbekannten Situation? Vor allem, wenn das Kind ein Schreibaby ist, kann das Leben einen vor eine ungewisse Herausforderung stellen. Welche Ursachen dies hat und wie man das Baby in dieser Situation unterstützen kann und damit gleichzeitig sich selbst, wird in diesem Artikel thematisiert.

Welche Ursachen führen zu einem Schreibabys?

Dass Babys schreien ist normal, denn da sie sich noch nicht mit uns unterhalten können, ist dies die Art des Kindes mit den Eltern zu kommunizieren.  In der zweiten Lebenswoche eines Babys nimmt es immer mehr seine Umwelt wahr. Einige Babys allerdings nehmen sie intensiver wahr und sind damit überfordert die Gesamtheit der aufgenommenen Reize abzuschirmen.  Dies ist meist der Grund dafür, dass ein Kind zum Schreibaby werden kann.

Durch Forschungen konnte die Theorie, dass Schreibabys aufgrund von Verdauungsstörungen schreien, widerlegt werden. Das Verdauungsprobleme der Grund für das Schreien sind, ist nur bei wenigen der Fall. Ein Blähbauch ist nicht unbedingt ein Indikator dafür. Denn auch ein Baby kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, zum Beispiel gegen Kuh- oder Sojamilch entwickeln, sodass sich die Speiseröhre entzündet oder Reflux das Kind plagen. Durch das Schreien schluckt ein Baby sehr viel

Luft, was zu einem Blähbauch führen kann. Forscher äußerten ein paar Vermutungen darüber, wieso Schreibabys sich nicht selbst beruhigen können, sondern sich in Situationen hineinsteigern. Zum einen nehmen sie an, dass Komplikationen in der Schwangerschaft, wie ein erhöhtes Stresslevel Ursache sein können, sowie leichte Verletzungen, die bei der Geburt entstanden sind.

Wie erkenne ich, ob mein Baby ein Schreikind ist?

Fragt man Ärzte wie man ein Schreibaby erkennt, dann erhält man die Dreierregel als Antwort. Das bedeutet, wenn ein Baby über drei Tage in der Woche, an mehr als drei Tage schreit und dies sich über drei Wochen hinaus zieht, dann spricht man von einem Schreibaby. Dies ist allerdings nur eine grobe Richtlinie. Das Schreien ist dabei sehr schrill und intensiv. Sie liegen meist mit einem überstreckten Rücken und angezogenen Beinen da, sowie mit geballten Fäusten und einem hochroten Kopf. Ein Baby beruhigt sich meist durch das Nuckeln am Schnuller oder am eigenen Finger. Allerdings nehmen Schreibabys ihre Umwelt aufmerksamer wahr, was dazu führt, dass sie die gesamten Einflüsse nicht gut verarbeiten können. Die Auswirkungen erkennt man daran, dass die Babys häufig übermüdet sind. Da sie noch keinen Schlaf-Wach Rhythmus entwickelt haben, wird dies zu einer zusätzlichen Herausforderung.

Wie lange dauert die Phase eines Schreibabys?

Die Phase eines Schreibabys beginnt meist in der zweiten Woche nach der Geburt. Der Höhepunkt wird meist in der sechsten Lebenswoche erreicht. Die Mehrheit aller Schreibabys haben die Phase nach drei oder vier Monaten überdauert und die Symptome klingen meist genauso schnell ab wie sie aufgetreten sind. Nur vereinzelt kann es sich bis in den sechsten Monat ziehen. Ein genaues Zeitfenster gibt es hierfür jedoch nicht.

Wie kann ich mein Schreibaby beruhigen zum schlafen bringen?

Ein Besuch beim Kinderarzt ist nie eine schlechte Idee. Vor allem um abzuklären, ob es dem Baby gut geht und körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, die eine Ursache für das Schreien sein können. Konnte alles ausgeschlossen werden, dann sollt man das Kind bei der Eindämmung der Umweltreize helfen. Das schafft man durch einen geregelten Tagesablauf. So hilft man dem Kind gleichzeitig einen Schlaf-Wach Rhythmus zu entwickeln. Wichtig ist dabei immer auf die Körpersprache des Kindes zu achten. Das Abwenden des Kopfes von gezeigtem oder Essen kann darauf hindeuten, dass das Baby überfordert ist oder müde. Dies ist der passende Moment das Kind zur Ruhe zu bringen, bevor es sich vielleicht zu sehr in die Situation steigert. Auch hierfür gibt es keine goldene Erfolgsformel, was am Besten wirkt.

Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass das Baby neun Monate im Bauch in einer Art Schwebezustand gelebt hat, durch das Wasser um es herum. Um diesen Zustand zu erreichen, gibt es z.B. eine Baby-Federwiege mit Motoren, die die Enge des Mutterbauches nachahmen und das Baby mit sanften Wippbewegungen in den Schlaf bringen. So wird das stundenlange umhertragen, abgelöst, da Babys in der Federwiege in Minuten einschlafen. Es gibt unter anderem ein Modell mit Netz Außenwänden, für sehr neugierige Babys.

Das wichtigste ist es Ruhe zu bewahren. Sie sind als Elternteil nicht Schuld an dieser Situation. Eine

Schreiambulanz kann Ihnen zusätzlich Auskunft und Tipps in scheinbar aussichtslosen Momenten geben. Die Ambulanz ist auch dahingehend ein guter Tipp um die Signale, die das Baby gibt, richtig einschätzen zu können, so wird der Teufelskreis vermieden. Denn wenn Eltern gestresst durch das Schreien sind, dann wirkt sich das zusätzlich auf das Baby aus und es wird noch quengeliger.

Wichtig: Sie sind nicht allein!

Wirkt sich das viele Schreien auf die Entwicklung meines Babys aus?

Wie bei allem kann es Folgen muss aber nicht. Ein Schreibaby hat im Vergleich zu nicht Schreibaby eine niedrigere Reaktionsschwelle. Das bedeutet, dass sie sich schneller in etwas hineinsteigern und auch wesentlich länger brauchen um sich in diesem Zustand zu beruhigen. Es kann dazu führen, dass diese Babys zu Problemkindern werden können, allerdings sind genaue Zusammenhänge noch nicht geklärt. Auch hier ist es sinnvoll eine Schreiambulanz aufzusuchen, denn dort wird sich ausgiebig mit dem Baby beschäftigt und falls notwendig mit Therapien geholfen.

Fazit

Auch wenn es schwierig ist ruhig zu bleiben, ist dem Baby damit sehr geholfen. Mit unseren Tipps und Tricks sind alle Eltern bestens darauf vorbereitet, sollte das Baby ein Schreibaby sein. Mit einem regelmäßigen Tagesablauf und einem ruhigen Umfeld, in dem das Kind nicht unnötig vielen Reizen ausgesetzt ist, wird für eine ruhigere Kennenlernphase gesorgt. Auch wenn die Situation noch so ausweglos erscheint, gibt es Schreiambulanzen, die Eltern in jeder Phase begleiten werden.