Glutenunverträglichkeit bei Kindern erkennen und handeln

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Die Diagnose Zöliakie bei Kindern kommt häufiger vor als angenommen – circa jedes 600. Kind in Deutschland leidet unter einer Glutenunverträglichkeit. Die Krankheit wird aber nur selten gleich erkannt. In unserem Artikel erfahren Sie mehr über die Krankheit und wie Sie mit der Diagnose Zöliakie bei Kleinkindern umgehen.

Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der es durch die regelmäßige Einnahme des Klebeeiweißes Gluten zu dauerhaften Entzündungen des Dünndarms kommt. Am häufigsten tritt die Krankheit im Alter von 1 bis 8 Jahren und 20 bis 50 Jahren auf. Bei einer Zöliakie sterben durch die Einnahme von Gluten die Schleimhautzellen des Dünndarmes ab und regenerieren sich nur langsam. Mit der Zeit wird die Schleimhaut dünner und wichtige Nährstoffe aus der Nahrung können nur schwer aufgenommen werden. Zöliakie ist nicht heilbar. Die Betroffenen müssen sich ein Leben lang an einen strikten Ernährungsplan halten. Die Ursache der Zöliakie ist bis heute noch nicht vollends untersucht. Forscher gehen aber von einer genetischen Veranlagung als Ursache aus.

Diagnose Zöliakie bei Kindern

Obwohl die Zahl an Erkrankungen im Kindesalter relativ hoch ist, wird Zöliakie bei Kindern oft erst spät erkannt. Solange Kinder ausschließlich von Muttermilch ernährt werden, bricht die Krankheit nicht aus. Stellen Sie dann auf glutenhaltige Nahrung wie Brei oder Zwieback um, treten anfänglich auch keine Symptome auf. Erst nach circa 3-6 Monaten bekommt das Kind Beschwerden. Viele Eltern bringen diese dann aber nicht mehr mit der Nahrungsumstellung in Verbindung. Symptome können sein:

  • Durchfall
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Blässe
  • Ständige Müdigkeit

Kinder, die an einer Zöliakie erkrankt sind, sind häufig unterentwickelt. Für eine Diagnose, entnimmt der Arzt bei einer Endoskopie eine Gewebeprobe aus dem Darm. Dieses Prozedere kann Kindern heute aber erspart werden. Ein Bluttest bringt häufig schon eine entscheidende Diagnose. Einen ersten Hinweis erhalten Sie mit Hilfe eines Schnelltests. Der Schnelltest von GlutenCHECK prüft mittels eines Bluttropfens aus dem Finger, ob im Blut IgA-Antikörper enthalten sind. Werden diese in der Blutprobe nicht gefunden, kann eine Zöliakie so gut wie ausgeschlossen werden. Leidet Ihr Kind dennoch unter den oben genannten Symptomen, müssen diese dann anderer Natur sein. Mit einem Schnelltest erhalten Sie erste Gewissheit.

Wie ernähre ich ein Kleinkind mit Zöliakie?

Eine Zöliakie bei Säuglingen und Kleinkindern stellt Eltern zunächst vor eine große Herausforderung. Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte sind glutenfrei und können problemlos gegessen werden. Auch einige Getreidearten wie Reis, Mais, Hirse, Quinoa, Kartoffelmehl, Kichererbsenmehl sowie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Leinsamen können in den Ernährungsplan integriert werden. Viele Eltern kochen nach der Diagnose den Brei für ihr Kleinkind selbst. Wenn es aber einmal schnell gehen soll, können Sie auf die Produkte von Allsana zurückgreifen. Die Marke hat sich auf eine allergenarme Ernährung und Kosmetik von Säuglingen und Kinder spezialisiert. Wird eine Zöliakie im Kleinkindalter festgestellt, ist es wichtig, immer wieder mit den Kindern zu sprechen. Die Kleinen müssen lernen mit dieser Krankheit umzugehen und wissen, welche Nahrungsmittel sie essen dürfen und welche nicht. Im späteren Kindergarten- und Schulalltag können Ihre Kinder Sie nicht immer fragen.

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