Gaskosten dauerhaft senken: 5 Haushaltstipps für den Alltag

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Gaskosten senken: Verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Gas und dem eigenen Geld.

Der nächste Winter steht irgendwann vor der Tür und jeder Haushalt, der mit Gas heizt oder kocht, steht erneut vor der Frage, wie man denn die Gaskosten dauerhaft senken könnte. Gerade im Jahr 2021 steigen die Gaspreise. Ob dies aufgrund von Marktgegebenheiten bzw. gezielte Unterversorgung durch marktbeherrschende Unternehmen geschieht, sei dahingestellt. Für die Verbraucher ist es bei den augenblicklichen Gaspreisen wichtig, die Kosten zu senken und wir geben 5 Tipps, wie das gelingen kann.

Tipp 1: Gaspreisvergleich & Anbieterwechsel

Viele Haushalte sind schon länger bei einem Gasversorger und haben deshalb, vermutlich seit ihrem Einzug ins neue Heim, nicht mehr geschaut, ob es nicht bessere und günstigere Angebote gibt. Mit einem Vergleich der Gaspreise auf einem seriösen Vergleichsportal lässt sich schnell feststellen, ob man augenblicklich einen zu hohen Gaspreis zahlt und diesen durch einen Wechsel zu einem anderen Versorger reduzieren kann.

Der Preisvergleich über das Vergleichsportal ist in der Regel sehr einfach. Man muss nur die Postleitzahl der Verbrauchsstelle eingeben, die Größe der Immobilie (Haus oder Wohnung) angeben und den Gasverbrauch (am besten vom gesamten letzten Berechnungszeitraums) in kWh/Jahr nennen. Das System zeigt dann eine Ergebnisliste mit möglichen Gasversorgern. Dazu werden der Jahrespreis, die Höhe der Summe, die man bei einem Wechsel sparen würde sowie weitere Konditionen wie Vertragslaufzeit, Boni oder Preisgarantie aufgelistet.

Klickt man auf den Button „Weiter“, gelangt man auf eine Zwischenseite, über die es möglich ist, online direkt beim neuen Versorger einen Antrag auf Aufnahme als Neukunde zu stellen.

Tipp 2: Effizienter heizen

In vielen Haushalten ist es im Winter deutlich zu warm. Das Bedürfnis nach Wärme und das daraus resultierende Wohlbefinden kostet allerdings jede Menge Geld. Das liegt natürlich in erster Linie an den zu weit aufgedrehten Heizungen. Beispielsweise ist es im Schlafzimmer oft zu warm. Um die Raumtemperatur im Blick zu behalten und gegebenenfalls zu regulieren, kann es sinnvoll sein, sich smarte Heizthermostate zuzulegen. Manche Gasversorger bieten sie sogar als zusätzliches Feature bei Vertragsabschluss an.

Mit diesem Zubehör kann der Kunde auch über sein Smartphone jederzeit sehen, wie warm es in den verschiedenen Räumen ist und hat die Möglichkeit, die Temperatur zu verändern, etwa beim Verlassen des Hauses. Wenn man nicht daheim ist, kann man die Raumtemperatur herunterdrehen und sie auf dem Heimweg via Smartphone wieder erhöhen.

Um die etwas niedrigere Temperatur im Raum auszugleichen, kann man einfach einen Pullover mehr anziehen oder sich auf dem Sofa in eine schöne Decke kuscheln.

Tipp 3: Wärmedämmung optimieren

Wärmedämmung um die Innentemperatur konstant zu halten.

Nachgewiesenermaßen gelangt viel Heizwärme durch sogenannte Wärme- bzw. Kältebrücken nach draußen und geht verloren. Gerade in mit Gas beheizten Immobilien ist es ratsam, die Fenster und Türen zu überprüfen und bei Bedarf abzudichten. Auch eine neue Wärmedämmung für die Wände oder das Dach kann beim Gaskosten sparen hilfreich sein. Das bedeutet zwar zunächst eine Investition, rechnet sich aber auf Dauer, da die Gaskosten sinken.

Am besten lässt man sein Haus oder seine Wohnung von einem kompetenten Energieberater überprüfen. Er kann mit einer Wärmebildkamera jedes noch so kleine Schlupfloch für entweichende Wärme aufspüren. Darüber hinaus kann er weitere Tipps geben, wie man seine Gaskosten dauerhaft senken kann.

Baut man ein Eigenheim, sollte man schon bei den Planungen fürs Traumhaus darauf achten, es als Niedrigenergiehaus zu konzipieren. So spart man sich spätere, meist sehr kostenintensive Umbaumaßnahmen.

Tipp 4: Dusche statt Bad

Ein schönes warmes Bad nach einem anstrengenden Arbeitstag ist angenehm, säubert den Körper und entspannt die Seele. Leider braucht man für ein Bad schnell 100 Liter oder mehr an warmem Wasser. Dieses muss natürlich erwärmt werden und mit jedem Grad mehr steigen auch die Energie- bzw. Gaskosten.

Deshalb empfehlen Experten, auf ausgiebige, heiße Bäder zu verzichten und dafür zu duschen. Beim Duschen wird man genauso sauber, wie in der Badewanne und verbraucht zudem deutlich weniger Wasser (wenn man nicht stundenlang unter der Dusche steht), das erst kostenintensiv erhitzt werden muss. Die am Körper herabrinnenden Wasserstrahlen haben, ähnlich dem Liegen in der Badewanne, eine beruhigende Wirkung auf die Psyche.

Tipp 5: Das richtige Lüften

Eine ebenso einfache wie effiziente Methode, die Gaskosten zu senken, ist das richtige Lüften der Räume. Ständig gekippte Fenster sorgen allenfalls dafür, dass es zu einem sehr langsamen Luftaustausch kommt und Wände sowie Möbel kühlen mit der Zeit aus. So kann unter anderem Schimmel entstehen.

Die bessere Variante ist das Stoßlüften, bei dem möglichst gegenüber liegende Fenster für ein paar Minuten weit geöffnet werden. So entsteht ein ordentlicher Luftstrom, der die gesamte Luft in den Räumen effizient austauscht. Zwei oder drei Lüftungen am Tag genügen für ein gutes, frisches Raumklima. Darüber hinaus muss die Gasheizung nicht den ganzen Tag gegen die kalte Luft, die durch die gekippten Fenster in die Räume gelangt „anheizen“.

Fazit: Einfache Tricks helfen, die Gaskosten dauerhaft zu senken

Man muss nicht gleich ein ganzes Haus neu bauen und mit energieeffizienten Elementen versehen, um Gaskosten zu reduzieren. Es sind sehr einfache Dinge, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen. Preise vergleichen, einen neuen Anbieter suchen, richtig heizen und lüften oder Wasser durch Duschen sparen, das alles ist kein Hexenwerk, sondern schlicht verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Gas und dem eigenen Geld.