Welcher Bodenbelag fürs Kinderzimmer?

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Die Funktion des Kinderzimmers wandelt sich im Laufe der Zeit. Während Babys und Kleinkinder sich in der Regel dort aufhalten, wo sich die Eltern gerade befinden, zieht sich der Nachwuchs spätestens im Schulalter gerne in das eigene Zimmer zurück. Zwei- oder Dreijährige spielen am liebsten noch im Wohnzimmer und suchen die Nähe der Eltern. Das eigene Zimmer wird in vielen Familien nur zum Schlafen und zur Aufbewahrung von Kleidung und Spielzeug genutzt. Trotzdem entscheiden sich die meisten Eltern schon vor der Geburt des neuen Erdenbürgers dafür, das Kinderzimmer komplett auszustatten. Dazu gehört auch die Wahl eines geeigneten Bodenbelags. In den meisten Häusern und Wohnungen, die man neu übernimmt, ist entweder ein Laminat- oder ein Teppichboden verlegt. Wohnt man bereits längere Zeit in der Immobilie, sollte man sich genau überlegen, ob es sich lohnt anlässlich der Geburt des Kindes aufwändige Renovierungsarbeiten wie die Erneuerung des Bodenbelags auf sich zu nehmen. Hier ein Überblick der verschiedenen Belagsarten mit den Vor- und Nachteilen:

Teppich

Ein Teppich gehört zu den Klassikern unter den Bodenbelägen. In den 1970er Jahren waren nahezu alle Neubauten mit Teppichboden ausgestattet. Der Belag ist relativ günstig und punktet mit einer riesigen Auswahl an Farben und Mustern. Bei kaum einem anderen Bodenbelag findet man so viele Variationen wie bei diesem Belag. Außerdem hört man auf Teppich keine Tritte, wohnt man in einer großen Wohnanlage ist die Lärmbelastung manchmal ein Thema. Ein Teppichboden schluckt deutlich mehr Lärm als vergleichsweise ein Holzboden. Selbst wenn die Kinder springen und toben, dringt weniger zu den Nachbarn unter der eigenen Wohnung durch. Allerdings fangen sich in den Schlingen des Teppichs Staub und Schmutz. Für Kinder mir einer Allergieneigung ist dieser Belag also weniger zu empfehlen. Flecken lassen sich nur schwer entfernen, oft sind dazu chemische Reinigungsmittel erforderlich. Neugeborene sollte man nicht unbedingt in einem Raum mit frisch verlegtem Teppich schlafen lassen. Während der Kleber trocknet, werden nämlich Ausdünstungen frei, die Babys schaden können.

Laminat und Parkett

Der Boden in Holzoptik ist relativ günstig. Heute sind die Paneele bereits mit einem einfachen Klicksystem ausgestattet. Auch mit wenig handwerklicher Erfahrung lässt sich der Boden von Laien leicht verlegen. Die Oberfläche besteht aus einer relativ dünnen Dekoschicht. Es sind zahlreiche Varianten erhältlich, am besten verkaufen sich immer noch Modelle, die massiven Holzböden täuschend ähnlich sehen. Es gibt aber auch schon Laminate mit verschiedenen Maserungen, die im Kinderzimmer interessant aussehen.

Wie bei jedem anderen Belag gibt es auch bei Laminat einige Nachteile:

  • Nicht alle Laminate sind wasserfest, man sollte gerade im Kinderzimmer auf ein Model mit guter Kantenimprägnierung achten. Sonst kann beim feuchten Aufwischen Nässe unter den Boden geraten und den Belag beschädigen.
  • Eine Reparatur ist bei Laminat schwierig, ist einmal eine Kante ausgebrochen, hilft nur mehr der Austausch eines gesamten Paneels. Kleine Kratzer und Schäden lassen sich mit einem passenden Reparaturstift beseitigen.
  • Der größte Nachteil liegt in der geringen Lärmdämmung. Man sollte unter dem Laminat unbedingt eine Trittschallmatte verlegen. Die Nachbarn werden es danken.

Wer mit einem Parkettboden einen Belag aus dem Naturmaterial Holz wählt, sollte bedenken dass es sich dabei nicht unbedingt um einen pflegeleichten Belag handelt. Die Oberfläche ist gegen Kratzer empfindlich. Um den Parkettboden zu schützen, kann man einen Spielteppich auflegen. Bunte Kinderteppiche sind in vielen verschiedenen Farben gestaltet und in unterschiedlichen Größen erhältlich.

Kork und Kautschuk

Kork ist als Naturmaterial besonders gut für Kinderzimmer geeignet. Das Material wirkt wärmespeichernd, daher wird der Nachwuchs auf einem Korkboden niemals kalte Füße bekommen. Der Belag lässt sich ganz leicht mit einem feuchten Lappen reinigen. Wie bei Teppichboden auch sollte man beim Verlegen der Platten nur schadstofffreie Kleber verwenden. Kautschukböden gelten als besonders unempfindlich gegen Schmutz. Die Oberfläche ist rutschfest und strahlt ebenfalls Wärme aus. Allerdings muss man bei Kork und Kautschuk etwas tiefer in die Geldtasche greifen. Im Vergleich zu anderen Belägen sind diese Materialien relativ teuer.

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