Werbung: Deutsche Bahn – Digitalisierung des Schienennetzes

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Es ist Abend und wieder kommt Papa zu spät. Gestern war es Mama, die im Stau stand. Zeit geht verloren, die wir mit unseren Kindern verbringen könnten, wäre da nicht das hohe Verkehrsaufkommen, das uns dazu nötigt, frühzeitig aus dem Haus zu gehen und daran hindert abends pünktlich heimzukehren. Die Lösung dieses Problems, das neben dem Familienleben die Umwelt stark belastet, sieht die Deutsche Bahn in der „Digitalen Schiene Deutschlands„.

Was möchte die Deutsche Bahn mit der Digitalisierung des kompletten Schienennetzes erreichen?

Die Deutsche Bahn schaut in die Zukunft. Mit neuen digitalen Technologien eröffnet sie neue Chancen. Sie greift dabei auf moderne Leit- und Sicherungssysteme zurück. Eines von ihnen ist ETCS. Die Abkürzung bedeutet European Train Control System, zu Deutsch: „Europäisches Zugbeeinflussungssystem“. Der Einsatz von ETCS sowie digitale Stellwerke haben zum Ziel, die Kapazität des Zugverkehrs ohne den Bau zusätzlicher Schienen um bis zu zwanzig Prozent zu erhöhen. Ronald Profalla äußerte sich in seiner Eigenschaft als DB-Infrastrukturvorstand wie folgt dazu: „Wir werden einen noch nie dagewesenen Entwicklungsschub verwirklichen: mehr Züge, zudem pünktlicher und noch umweltfreundlicher. Das ist ein zentraler Baustein, um das verkehrspolitische Ziel ‚mehr Verkehr auf die Schiene zu holen‘ umzusetzen.“

Die Vorteile der „Digitalen Schiene“:

  • durch ETCS,
  • verbesserter Datenaustausch,
    • Hinderniserkennung,
    • intelligente Infrastruktur,
    • Echtzeitortung,
  • durch digitale Stellwerke,
  • Glasfaser- statt Kupferkabel,
    • geringere Anzahl an Kabeln und Standorten,
    • digitale Übertragung von Informationen,
    • Schaffung von Arbeitsplätzen der Zukunft,
  • mehr Zuverlässigkeit
    • pünktlichere Züge,
    • weniger Ausfälle,
  • zufriedene Bahnkunden,
  • Zufriedenheit bei Güterbahn-Kunden,
  • höhere Kapazität,
    • dichtere Zugfolge,
    • täglich Tausende von Zügen mehr,
    • intelligentere Steuerungstechnik,
  • höhere Effizienz,
    • signifikante Kostensenkung beispielsweise bei der Instandhaltung,
    • Signale entfallen,
    • Anzahl Steelwerke verringert sich,
    • einheitliche Technik,
    • geringere Energiekosten,
    • grüne Welle für schwere und schnelle Züge,
    • Investitionssynergien,
  •  umweltfreundlich,
    • Betrieb wird flüssiger,
    • keine Energieverschwendung durch Stop-and-go,
    • Reduzierung der Schadstoffemissionen.

Mit welchen Projekten beginnt das Zeitalter der „digitalen Schiene“?

Eine Studie, beauftragt vom Bundesverkehrsministerium, empfiehlt, in den Jahren 2020 bis 2025 mit der Umsetzung der ersten fünf Projekte zu beginnen. Betroffen sind unter anderem die Schnellfahrstrecken Dortmund – Hannover sowie Köln – Frankfurt und die Trasse, die von Magdeburg nach Knappenrode an die polnische Grenze führt. Ferner steht an, die Güterverkehrskorridore der Ostsee und Nordsee mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem an die Trasse Berlin – Erfurt anzubinden und bis zum Brenner weiterzuführen.

Unterstützung vom Bund zugesichert, Finanzierung noch unklar

Die benötigten Aufwendungen, um die fünf Projekte umzusetzen, betragen 1,7 Milliarden Euro. Den gesamten Schienenverkehr umzustellen kostet etwa 28 Milliarden Euro. Die Bundesregierung betonte, dass sie das Programm unterstütze. Die Finanzierung steht bisher noch nicht.

Es bleibt abzuwarten, wie schnell dieses Vorhaben wirklich umgesetzt und finanziert wird. Was bleibt, ist bis dahin die Hoffnung auf weniger Ausfälle, Wartezeiten und pünktliches Heimkehren, gleich welches Verkehrsmittel wir nutzen.

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