7 praktische Tipps für ein kindersicheres Internet


Schon die Kleinsten finden es sehr spannend, im Internet zu surfen. Mit dem Alter steigt das Interesse an dem World Wide Web und damit auch die Gefahren, die Erwachsene und Kinder unterschätzen. Dabei ist es ganz einfach, sicher und offen mit den Bedrohungen aus dem Netz umzugehen und die eigenen Kinder frühzeitig zu schützen.

Regeln festlegen

Damit die Kinder das Netz in vollen Zügen genießen und davon profitieren können, sollten die Eltern ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachten. Ebenso wie in der realen Welt werden erst einmal ein paar Regeln vereinbart, die jedem Kind dabei helfen, sich sicher im Internet zu bewegen. Grundsätzlich sollte jedes Elternteil die Orte im Netz kennen, wo sich das Kind aufhält. In Regeln gehören die erlaubten Seiten und die Nutzungszeiten.

Jugendschutz und Sicherheitsprogramme

Vorab gilt es, die Schadenssoftware folgerichtig einzusetzen und diese auf den Kinderschutz und kindersichere Seiten im Netzwerk auszurichten. Es gibt im Netz viele Programme, die sich der kindgerechten Internet Sicherheit widmen und darauf abgestimmt familienfreundliche Schutzprogramme bieten. Neben einer aktiven Medienerziehung bieten die Jugendschutzprogramme ein Höchstmaß an Sicherheit.

Medienkompetenz erlernen

Gemeinsam können Erwachsene und ihr Nachwuchs eine zeitgemäße Medienkompetenz erlangen. Es handelt sich hierbei um einen Lernprozess, der niemals zu Ende geht. Deshalb ist es empfehlenswert, sich regelmäßig zu belesen und über die geläufigen Gefahren für die Kinder im Netz zu informieren. Nur wenn die Eltern eine gesunde Sensibilität für die Online-Games und sozialen Medien mitbringen, können Sie die Risiken für ihre Kinder so gering wie möglich halten.

Kein Kontrollverlust

Erst wenn die Kinder bereits gemeinsam mit den Eltern sich im Surfen ausgetestet und geübt haben und sicher schreiben und lesen können, setzen sie die Sicherheitsregeln eigenständig um. Dennoch brauchen die Kids immer die Begleitung der Eltern. Die Erwachsenen sollten bis zum 12. Geburtstag immer in der Nähe sein. Kinder sollten niemals eigene Anmeldungen und Downloads vornehmen.

Internetzeiten festlegen

Viele Kinder driften in der Freizeit in den digitalen Sektor ab und die Eltern stehen machtlos davor. Dieser Prozess erfolgt oftmals schleichend, da es von Anfang an keine festen Internetzeiten gegeben hat. Gemeint ist damit die Bildschirmzeit, die pro Tag oder pro Woche limitiert ist. Pro Lebensjahr sind 10 Minuten am Tag eine pauschale Formel. Bei der Berechnung der Wochenstunden im Internet oder am PC entspricht jedes Lebensjahr einer Stunde. Es versteht sich von selbst, dass sich dieses Kontingent lediglich auf die Freizeit im Internet und auf die digitalen Medien bezieht. Ausgenommen davon sind die Lernzeiten.

Persönliche Daten schützen

Von Anfang an sollten die Eltern ihre Kinder sensibilisieren, wenn es darum geht, die eigenen Angaben im Netz einzugeben. Im Zeitalter der Digitalisierung gehören die Daten zu der wichtigsten und sensibelsten Währung. Passwörter, Bilder, Videos, Telefonnummern, Name und Adresse, all dies sollte nicht wahllos im Netz geteilt werden. Von daher sind die Eltern gut beraten, die Seiten mit Passwörtern zu schützen und diese nirgendwo auf dem PC zu speichern und damit angreifbar zu machen.

Verstöße und Gefahren melden

Zu den größten Risiken kommt es im Netz, wenn die Kinder auf fragwürdige Inhalte treffen und dies für sich behalten. Unsicherheit und Scham sind oftmals der Grund, aber auch der Reiz des Fremden. Die Kinder sollten von Anfang an wissen, dass sie selbst keine Schuld trifft, wenn sie auf problematische Seiten gelangen. Von daher sollten die Eltern ihre Kinder dazu anhalten, offen und ehrlich mit Fehlern umzugehen. Innerhalb kürzester Zeit können die erwachsenen Anwender eine unvorhergesehene Anmeldung blockieren oder fragwürdige und gefährliche Inhalte und Nutzer melden.

Im Grunde genommen liegen die größten Gefahren in der Unwissenheit im Haushalt zwischen Eltern und Kinder, die sich selbst ein Tablet oder ein Laptop schnappen und wahllos spielen oder sich unkontrolliert im Internet bewegen. Wer gemeinsam mit seinen Kids aktiv im Netz ist, sich weiterbildet, lernt und spielt, kann dadurch eine gesunde Medienkompetenz erlangen und die Kinder vor den häufigsten Gefahren am besten schützen.