Wien (OTS) – Auch heuer ist wieder ein Trend abzulesen: Sommer und
Urlaub gehören
für die meisten nach wie vor zusammen. Trotz unsicherer Weltlage und
hoher Preise bei Flugtickets haben die Österreicherinnen und
Österreicher große Reiselust. Urlaub als Konzept gegen die Krisen,
die immer stärker unseren Alltag bestimmen. Auch die Tourismus-
Branche selbst kämpft inzwischen mit unterschiedlichsten Problemen:
vom Overtourism über Hitze- bis Reisewarnung. Für die aktuelle
„WeltWeit“-Reportage „Urlaub 2026. Wege aus der Krise“ am Freitag,
dem 22. Mai 2026, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON haben sich
Isabella Purkart, Patrick A. Hafner und Josef Manola angeschaut,
welche Konzepte Länder gegen die jeweiligen Krisen entwickeln.
Das On-und-Off im Iran-Krieg hat den Nahen Osten als Drehscheibe
für Flüge nach Asien unsicher gemacht. Urlaubsziele in Lateinamerika
werden daher immer beliebter. Mexiko will sein Image als gefährliches
Land im Griff der Drogenkartelle loswerden und setzt auf den Trend
des Alleinreisens. Vor allem Frauen entscheiden sich zunehmend dafür,
Länder auf eigene Faust zu entdecken. Für viele steht dabei der
Wunsch nach Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und persönlicher
Freiheit im Mittelpunkt. Isabella Purkart trifft eine amerikanische
Touristin, die davon überzeugt ist, dass das Land für Reisende
weitgehend sicher ist und viel zu bieten hat: glasklares Wasser,
freundliche Menschen und eine beeindruckende landschaftliche
Vielfalt.
Auch Venezuela will künftig vom Lateinamerika-Reiseboom
profitieren. Der Sturz von Präsident Maduro durch die USA hat die
Situation verändert. Seit wenigen Wochen landen – erstmals nach
sieben Jahren – wieder Linienflüge aus Amerika in Caracas. Die
bekannte „Isla de Margarita“ war einst ein Hotspot für
Karibikurlauberinnen und -urlauber und eine fixe Anlaufstelle für
Kreuzfahrtschiffe. Heute stehen die meisten großen Hotels und
Ferienanlagen als leere Hüllen in der Landschaft. Während der US-
Sanktionen kamen kaum Touristen. Bis heute sind die Traumstrände fast
menschenleer, doch das soll sich bald ändern. Patrick A. Hafner
schaut sich an, wie die Karibikinsel wieder zur Top-
Urlaubsdestination werden soll.
Overtourism und anhaltende Hitzeperioden machen Sommerurlaub in
Spanien immer öfter zur Herausforderung. Vor allem Städtereisen
werden in den Monaten Juli und August wegen Rekordtemperaturen,
Touristenmassen oder wegen beidem zur programmierten Qual. Das
Zauberwort heißt Nachttourismus. Josef Manola erkundet in seiner
Wahlheimat Madrid, welche Aktivitäten Besucherinnen und Besucher bis
spät in die Nacht einplanen können und ob diese die Besucherströme
wirklich über einen größeren Zeitraum verteilen: von nächtlichen
Stadtrundfahrten über spezielle Tapas-Lokal-Touren bis Flamencoshows
in Kellergewölben, um der Hitze zu entkommen.